Die göttliche Geschichte
Die Erschaffung des Kosmos und der Götter
In der uralten Zeit, lange bevor die Zeit selbst geboren wurde, existierte Dao, der Übergott, alleine treibend in den unendlichen Weiten der Ferne. In seiner Macht schuf Dao die ersten vier Götter, die an seiner statt über den Kosmos wachen sollten. Diese ersten Götter, Justanus (Gott der Gerechtigkeit), Tenebar (Gott des Chaos), Bonia (Göttin des Lebens) und Funeron (Gott des Todes), trugen jeweils einen Splitter von Dao, der göttlichen Essenz Daos, in sich. Eng mit ihrem Schöpfer verbunden, nahmen sie ihre Aufgabe an, die Ordnung und das Leben im neu erschaffenen Universum zu bewahren und zu gestalten.

Um ihren Einfluss zu manifestieren, schuf Dao die vier göttlichen äußeren Ebenen im Astralmeer, eine für jede Höhere Gottheit. Diese Ebenen wurden anschließend von den Göttern nach ihren eigenen Vorstellungen geformt, wodurch zahlreiche Unterebenen entstanden, jede ein Spiegel ihrer Schöpfer. Während die göttlichen Ebenen im Astralmeer schwimmen, formten sich auch die zwölf bekannten Planeten auf der Materiellen Ebene, die sich stetig um ihren Hauptstern Lida drehen. Die zwölf bekannten Planeten bewegen sich dabei durch die Materielle Ebene, kreisend um ihren Kern Lida, geschützt von den Stellaren, den ewigen Wächtern, die von den Planeten aus als Sternenbilder zu sehen sind.
Das Zeitalter des Chaos und der Fall von Tenebar
Doch der Kosmos war nicht immer stabil. Im „Zeitalter des Chaos“ begann Tenebar, der Gott des Chaos, gegen die Ordnung zu rebellieren, die Dao und die anderen Götter erschufen. Die Instabilität, die durch Tenebars Handlungen ausgelöst wurde, drohte den gesamten Kosmos in den Abgrund zu stürzen. Dao sah sich gezwungen, persönlich einzugreifen. Mit Justanus, dem loyalen Gott der Gerechtigkeit, an seiner Seite, führte er einen titanischen Kampf gegen Tenebar, der schließlich in der Zerschlagung des Chaosgottes in zwei Hälften endete: Dombar und Choterax.
Während Choterax seine Treue schwor und wieder in das göttliche Pantheon integriert wurde, errichtete Dao für Dombar ein Gefängnis, heute bekannt als der Abyss. Dombar ist dazu verdammt wurden, auf ewig durch den Abyss zu fallen und dabei neue Unterebenen zu erschaffen, während er sich in ewiger Qual windet. Dieser Kampf forderte jedoch einen hohen Preis: Fast alle Wesen des Kosmos wurden in den Wirren des Zeitalters des Chaos vernichtet.
Das Zeitalter der Götter
Mit dem Ende des Chaos begann das „Zeitalter der Götter“, eine Epoche, in der Dao und die verbliebenden Höheren Gottheiten den Kosmos neu erschufen. Neue Götter wurden ins Leben gerufen, um die vielfältigen Aspekte des Seins zu beherrschen. Die vier göttlichen Ebenen, der Abyss und die zwölf Planeten füllten sich mit Leben, und es entstanden weitere Ebenen in den Großen Meeren.
Der Ewige Krieg: Der Aufstieg der Titanen
Gegen Ende des Zeitalters der Götter, als die Welten von Lidarion und darüber hinaus in einem vermeintlichen Zustand göttlicher Harmonie erstrahlten, erhob sich aus den tiefsten Tiefen des Abyss eine Bedrohung, die den gesamten Kosmos ins Wanken brachte. Diese neue Gefahr kam unerwartet und mit einer Macht, die selbst die ältesten und weisesten Götter nicht vorhersehen konnten. Aus dem chaotischen Schlund des Abyss stiegen mächtige Dämonen hervor, grausame Kreaturen, die mit einer zerstörerischen Wut durch die Ebenen wüteten. Doch das Schlimmste war nicht ihre schiere Anzahl, sondern die noch mächtigeren Wesen, die sie anführten: die Titanen.
Die Entstehung dieser Titanen ist ein Rätsel, das die Götter bis heute nicht lösen konnten. Weder die vier Höheren Gottheiten, Justanus, Choterax, Bonia und Funeron, noch die anderen Götter wussten, woher diese gewaltigen Wesen kamen oder warum sie existierten. Es war, als ob sie aus dem Nichts erschienen, geboren aus den tiefsten und dunkelsten Abgründen des Abyss, geformt aus Chaos und Zerstörung. Mit jedem Schritt, den sie machten, bebte der Kosmos, und ihre Legionen folgten ihnen mit einer Grausamkeit, die selbst die Götter erschauern ließ.
Schnell breiteten sich die Titanen und ihre dämonischen Horden über den Kosmos aus, drangen in die Ebenen ein, die von den Göttern erschaffen worden waren, und zerstörten alles, was sie fanden. Die Götter, überrascht und erschüttert von der Wucht dieses Angriffs, mobilisierten ihre gesamten Kräfte, um diesen Albtraum abzuwehren. Doch selbst die mächtigsten Götter fanden sich in einem Krieg wieder, der weit über ihre Vorstellungskraft hinausging. Der Himmel, das Sternenmeer und die göttlichen Ebenen erzitterten unter den Kämpfen, und die Opferzahl war unermesslich.
Unzählige Götter fielen im Kampf gegen die Titanen, ihre Essenzen zerschmettert, ihre Domänen zerstört. Der Kosmos, einst geordnet und stabil, drohte im Chaos zu versinken. Dennoch gelang es den verbliebenen Göttern schließlich, die Dämonen und Titanen zurück an die Grenzen des Abyss zu drängen, wo sie einen erbitterten Widerstand errichteten. Die erste Ebene des Abyss, Atreon, einst ein Ort grenzenlosen Chaos, verwandelte sich in ein ewiges Schlachtfeld, auf dem die Legionen der Götter unaufhörlich gegen die Horden der Titanen kämpfen.
Der Rückstoß der titanischen Horden in den Abyss markiert in der modernen Zeitrechnung das Jahr 0.
Doch trotz aller Anstrengungen konnten die Götter die Titanen und ihre Lakaien nicht endgültig besiegen. Der Krieg ist somit zu einem endlosen Konflikt geworden, der niemals wirklich gewonnen wird. Die Götter fragen sich, warum Dao, der mächtige Übergott, nicht einfach die Titanen vernichtet und dem Krieg ein Ende setzt. Einige der älteren Götter flüstern in geheimen Hallen, dass ein anderer Übergott, einer, der Dao ebenbürtig ist, hinter den Titanen stehen könnte. Ein Gott, der seinen eigenen Kosmos beanspruchen möchte und durch den Abyss Zugang zu Daos Schöpfung gefunden hat.
Es wird gemunkelt, dass sich der Abyss wie ein spitzer Kegel durch die „Ferne“ bohrt – die unendliche Weite. An besonders dünnen Stellen des Kosmos sollen im Abyss Risse existieren, die zu dieser Ferne führen, und es sind diese Risse, durch die die Titanen wahrscheinlich in den Kosmos eindringen konnten. Diese Theorie erklärt, warum der Abyss eine ständige Bedrohung bleibt und warum der ewige Krieg in seiner ersten Ebene niemals endet. Die Götter wissen, dass die Zukunft des Kosmos von diesem Krieg abhängt, und solange die Titanen existieren, wird kein Frieden in den göttlichen Ebenen herrschen.
Neuzeit
Nun, im Jahre 997 des dritten Zeitalters kommt langsam wieder sowas wie Ordnung in Lidarion ein, auch wenn in vielen Teilen der Welt noch unbändige Natur vorherrscht, haben sich erneut die ersten großen Länder und Organisationen gebildet und kämpfen täglich um die Vorherrschaft in der Welt.