Kosmos
Allgemein
Den Kosmos, unter dem wachenden Augen Daos, besteht aus einer Vielzahl von Ebenen und Halbebenen. Über die Karte rechts lassen sich einige von ihnen erkunden. Das kosmische Fundament wird vom Astralmeer und den vier großen göttlichen Ebenen (Helia, Tenebra, Mecha und Infernus) gelegt. Die Ausdehnung dieser Ebenen sind in jede Richtung unendlich. Sie beherbergen unter anderem die Heimat aller Götter. Im Zentrum des Seins befindet sich die Materielle Ebene, mit ihrem Kern Lida. Die Materielle Ebene ist der Ursprung der Macht der geringeren Gottheiten. Während diese geringeren Gottheiten durch den Glauben und die Taten der Sterblichen der Materiellen Ebene an Stärke gewinnen, fungiert das Astralmeer als das leuchtende Bindeglied, das all diese Realitäten wie ein kosmisches Netz zusammenhält. Zwischen diesen großen Sphären treiben die unzähligen Halbebenen – kleine, oft flüchtige Taschen der Realität, die durch mächtige Rituale, göttliche Launen oder als Echos gewaltiger historischer Ereignisse entstanden sind.
Doch die Schöpfung hat Grenzen. Jenseits dieses gewaltigen Netzes aus Licht, Magie und göttlicher Ordnung lauert der absolute Gegenpol zur Existenz: Die Leere.
Die Leere
Die Leere ist kein Ort im herkömmlichen Sinne, sondern der Zustand absoluter Abwesenheit. Sie ist das sternenlose Nichts, das Fehlen jeglicher Materie, Energie, Zeit und Ordnung. Wo das Astralmeer ein grenzenloser Ozean aus Gedanken, Konzepten und pulsierendem Leben ist, herrscht in der Leere eine erdrückende, alles verschlingende Stille. Sie bildet den unbegreiflichen Rand des Kosmos – einen endlosen Abgrund, der das kosmische Fundament umschließt und wie eine unaufhaltsame Flut stetig an den Rändern der Realität nagt.
Gelehrte und Mystiker flüstern ehrfürchtig davon, dass Daos wachendes Auge nicht nur über die Schöpfung wacht, um sie zu leiten, sondern vor allem, um sie vor der Leere zu beschützen. Denn das Nichts ist hungrig – und es ist nicht gänzlich unbewohnt.
Die Entitäten des Nichts
In den tiefsten, finstersten Sphären dieses bodenlosen Abgrunds winden sich uralte, fremdartige Entitäten. Diese Wesen existierten bereits lange bevor die vier großen göttlichen Ebenen geformt wurden. Sie sind Überbleibsel eines Zustands, der vor der Zeit selbst lag, und ihre bloße Existenz widerspricht allen physikalischen und magischen Gesetzen, auf denen Lidarion und der Rest des Kosmos aufbauen.
Weltenwanderer oder übermütige Magier, die ihren Geist zu weit über die Grenzen des bekannten Kosmos hinaus ausstrecken, laufen Gefahr, den kalten Blick der Leere auf sich zu ziehen. Wer den Verlockungen der Leere erliegt, wird oft zu einem Herold dieser dunklen Mächte – angetrieben von dem einen, zerstörerischen Ziel, das funkelnde Konstrukt der Ebenen wieder in die absolute, friedvolle Schwärze zurückzuführen, aus der es einst entsprungen ist, oder werden verrückt.






